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Führung mit Hirn

Zwei Erkenntnisse aus der Neurowissenschaft sind sehr relevant für Mitarbeitermotivation und somit für gesunde Führung in Unternehmen:

 

1.

Der Mensch strebt nach Gemeinschaft und gelingender Co-operation. Unser Motivationssystem wird besonders angeregt, wenn unsere Anstrengungen durch Anerkennung und Zugehörigkeit zu einem Team belohnt werden. Unser Gehirn produziert dann einen Cocktail aus Serotonin, endogenen Opiaten und Oxitocin. Zusammen wirken sie euphorisierend, motivierend, leistungssteigernd.

 

2.

Körperlicher Schmerz löst bei dem Betroffenen Aggression aus, um sich der schmerzhaften Situation zu entziehen. Schmerz bedeutet Stress und aktiviert den Flucht-oder-Kampf-Reflex. Mobbing oder sozialer Ausgrenzung aktivieren beim Betroffenen das selbe Hirnareal wie körperlicher Schmerz.

 

Da Aggression im beruflichen Kontext nicht akzeptiert ist, kann sich der Flucht-oder-Kampf-Reflex auf vielfältige andere Weise zeigen:

  • Krankheit
  • „Dienst nach Vorschrift“
  • Innere oder äußere Kündigung
  • Nörgelei und chronische Unzufriedenheit
  • Bindung an andere Gruppen innerhalb des Unternehmens

Das Erfolgsrezept für einen motivierten Mitarbeiter ist also ein funktionierendes Team, das mit ernstgemeinter Anerkennung, Lob und Empathie geführt wird.

 

Mehr zu diesem Thema findet sich u.a. bei Joachim Bauer („Arbeit: Warum sie uns glücklich oder krank macht“, „Schmerzgrenze: Vom Ursprung alltäglicher und globaler Gewalt“, „Warum ich fühle, was du fühlst:...“).

 

www.stefan-speer.de